Mit dem Gabelstapler auf der Straße

Darren Cottingham ist Direktor von DT Driver Training, einem Anbieter von Online-Trainingskursen für Fahrer von Gabelstaplern, Lkw und Pkw.

In Neuseeland gibt es ein ungewöhnliches Szenario: Wenn Sie einen Gabelstapler auf einer Straße fahren möchten (oder auf etwas, das die neuseeländische Verkehrsbehörde als Straße einstuft, wie z.B. ein Kai, ein Wegerecht, ein Fußweg oder ein Strand), müssen Sie eine separate Qualifikation ablegen, die als F-Vermerk bezeichnet wird und die dann auf Ihren Führerschein übertragen wird.

Wenn Sie einen Gabelstapler in einem Lagerhaus oder auf einem geschlossenen Hof fahren wollen, brauchen Sie nur eine Fahrerlaubnis; wenn Sie aber einen LKW am Straßenrand entladen wollen oder ein Teil Ihres Arbeitsbereichs auf halbem Weg zu einem Weg mit anderen Unternehmen weiter unten liegt, brauchen Sie technisch gesehen eine F-Erweiterung.

Während die NZTA und die zugehörige Schulungsorganisation MITO die F-Zulassung verwalten, ist WorkSafe, die nationale Aufsichtsbehörde für Gesundheit und Sicherheit, für den sicheren Betrieb von Gabelstaplern auf Privatgrundstücken über den Approved Code of Practice verantwortlich.

Auf dem Weg zum Highway? Nicht mit einem Gabelstapler.

Wenn es etwas Schlimmeres gibt als eine Regierungsorganisation, die an etwas beteiligt ist, dann sind es zwei, und jemand mit ungewöhnlich viel Verstand hat vorgeschlagen, dass wir die F-Vermerke abschaffen sollten (etwas, das wie es aussieht, im Jahr 2020 endlich passieren wird).

Man macht den F-Vermerk nur einmal, meistens wenn man das Gabelstaplerfahrer-Zertifikat macht, aber die alle drei Jahre stattfindenden Auffrischungskurse für das Staplerfahrer-Zertifikat schweigen sich über das Fahren auf der Straße aus, was dazu führt, dass Unternehmer in Neuseeland keinen einfachen Ort haben, um aktuelle Informationen über die beste Praxis zu bekommen.

Die meisten entwickelten Länder haben eine Reihe von einfachen Anforderungen für das Fahren eines Gabelstaplers auf der Straße, wie z. B.:

Der Fahrer muss im Besitz eines vollwertigen Führerscheins in einer entsprechenden Fahrzeuggewichtsklasse sein.

Der Gabelstapler muss versichert sein und über aktuelle Steuer-, Zulassungs- und andere erforderliche Dokumente und Kennzeichen für das Fahren auf der Straße verfügen.

Der Gabelstapler darf keine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellen, in dem er eben mal schnell seine Gabelhubwagen Ersatzteile einbaut, d. h. er ist verkehrssicher.

Der Gabelstapler darf nicht weiter als eine bestimmte Strecke gefahren werden (z. B. 1.000 Yards in Großbritannien, Südafrika und Amerika).

Der Gabelstapler muss über die erforderlichen Lichter, Reflektoren und eine funktionierende Hupe verfügen.

Die Last darf ein bestimmtes Maß nicht überschreiten, z. B. sollte der Abstand nach vorne nicht mehr als 3 m betragen, usw.

Aus Sicht der Gesundheit und Sicherheit gibt es noch weitere Überlegungen, und es ist gut, wenn Lagerleiter, Unternehmer und Staplerfahrer regelmäßig über die Auswirkungen der folgenden Herausforderungen beim Fahren auf einer Straße sprechen:

Muss die Last an den Gabeln festgeschnallt werden? Wenn sich die Ladung löst, ist ein Bußgeld für eine ungesicherte Ladung Salz in die Wunde reiben. Das Überfahren eines Bordsteins ist eine ziemliche Beule und der Fahrer sollte diagonal darüber fahren.

Andere Verkehrsteilnehmer haben nicht oft mit Gabelstaplern auf der Straße zu tun und wissen vielleicht nicht, wie sie reagieren sollen. Daher ist es wichtig, einen Verkehrsmanagementplan zu haben, indem man entweder den Ladebereich mit Pylonen oder Schranken abtrennt oder einen Spotter einsetzt. Wenn der Verkehr zu dicht ist, können Sie immer warten, bis er sich beruhigt hat.

Ist der Gabelstapler sichtbar? Gabeln sind bei schlechten Lichtverhältnissen von der Seite sehr schwer zu sehen. Sonneneinstrahlung schafft zusätzliche Sichtprobleme.

Fußgänger werden immer mehr durch ihre Telefone abgelenkt, könnten aber auch eine eingeschränkte Sicht haben, wenn sie einen Regenschirm tragen.

Nicht nur Fußgänger sind von schlechtem Wetter betroffen: Staplerfahrer haben nur wenig Schutz. Regen macht die Gabeln, Bedienelemente und die Fahrbahnoberfläche rutschig und könnte einige Lasten schwerer oder weniger gut ausbalanciert machen. Starker Wind kann die Lasten instabil machen. Allgemeines trübes Wetter verringert die Sicht.

Die Straße weist einen Sturz auf, was bedeutet, dass beim Beladen eines parallel geparkten Staplers von hinten sowohl der Stapler als auch der Gabelstapler um etwa 2 Grad zur Bordsteinkante hin geneigt sind. Durch diesen Sturz können die Gabeln beim Überqueren des Bordsteins vom Bürgersteig auf die Straße und umgekehrt leichter auf den Bürgersteig aufschlagen.

Eine Straßenoberfläche ist weniger kontrollierbar als in Ihrem Hof oder Lager. Schlaglöcher können Lasten aus dem Gleichgewicht bringen. Rutschige Stellen können die Lenkung oder die Antriebsachsen beeinträchtigen.

Wird die Achslast die für eine Straße zulässige Höchstgrenze überschreiten? Wenn ja, könnte dies zu Schäden an unterirdischen Leitungen führen oder Setzungen oder Risse verursachen, insbesondere im Bereich von Kanaldeckeln und Abflüssen.

Wenn Sie den Gabelstapler auf der Straße abstellen müssen, tun Sie dies in der Nähe des Bordsteins, die Gabeln nach unten, die Spitzen auf dem Boden, die Räder gerade, das Getriebe in Neutralstellung, die Feststellbremse angezogen und die Schlüssel aus dem Zündschloss gezogen.

Schließlich müssen Sie die Straßenverkehrsregeln befolgen, d. h. dem Verkehr Vorfahrt gewähren, wenn dieser Vorfahrt hat, und Verkehrsschilder und Geschwindigkeitsbegrenzungen befolgen.

Wenn Sie Gabelstaplerfahrer auf der Straße haben, überprüfen Sie bei Ihrem nächsten Toolbox-Meeting, ob sie die spezifischen Gefahren verstehen.

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